„Gehört ,Wer wird Millionär?‘ zu Ihren Lieblingsfernsehsendungen? Dann sind Sie heute Abend am richtigen Ort.“ – Unter diesem Motto hieß SKB-Vorsitzender Daniel Martin die Rateteams der Vereine am Freitag beim Quizabend „uff de Burg“ im Bürgerhaus willkommen. Ein traditionelles und geselliges Beisammensein zum Auftakt des 57. Burgfestes, bei dem sich die auserwählten Kandidaten aus elf Vereinen wieder einer anstrengenden Wissenstortur unterziehen mussten.
Dass den Rateteams im Gegensatz zu Günther Jauchs Unterhaltungssendung bei der Beantwortung der Fragen weder ein Joker noch ein Telefonkandidat zur Verfügung standen, machte Moderator Uwe Fischer gleich zu Beginn deutlich. Der moralischen Unterstützung ihrer Fans durften sich die Rateteams jedoch sicher sein.
Starker Turnverein
Mit 44 Männern und Frauen stellte der Turnverein Gustavsburg das stärkste Aufgebot. An zweiter Stelle folgte der Verein für Städtepartnerschaft, der mit 36 Fans seine Kandidaten anfeuerte, dicht gefolgt vom Sozialverband Deutschland, der 35 Mitglieder rekrutiert hatte. Jauchsche „Fernsehluft“ schnupperten dagegen zum ersten Mal die Rate-Crew der evangelischen Kirchengemeinde, die mit 26 Fans vertreten war.
Moralischen Auftrieb brauchte der SPD-Ortsverein, der sich auf das politische Treuegelöbnis seiner 23 Anhänger verlassen konnte. Mit ihrem Landtagskandidaten Jens Grode hatte sich das aus dem Vorsitzenden Thorsten Siehr, Carsten Nickel, Susanne Redlin und Inge Sturm rekrutierte Rateteam vorsorglich verstärkt. Schließlich ging es beim friedvollen Wettstreit darum, die „Übermacht“ des Titelverteidigers zu stoppen: Die CDU, die mit 13 Anhängern ihre Kandidaten unterstütze, hatte im vergangenen Jahr beim Quizabend gewonnen, musste am Freitag allerdings schon in der ersten Runde die Waffen strecken.
Jedes Rateteam hatte fünf Fragen aus den Kategorien „Herr der Ringe“, „Geographie“, „Autoren“, „Werbesprüche“ und „Kopfrechnen“ innerhalb von 30 Sekunden zu beantworten. Bravourös schlug sich der Gustavsburger Carneval Club im Bereich der Allgemeinbildung. Dass die „Buddenbrooks“ aus der Feder von Thomas Mann stammen und das Kap der Guten Hoffnung in Südafrika und nicht – wie ein Zurufer meinte – in Ginsheim liegt, war sekundenschnell zu beantworten. Kopfrechnen gehörte allerdings nicht zum Stärkeprofil der Fastnachter, denn auch nach dem Time-out der Jury war keine Lösung zu vernehmen.
Der Spaß stand aber im Vordergrund des Quizabends, der mit einer Showeinlage der Rope-Skipping-Gruppe des Turnvereins und einem Gesangsauftritt von „Vocomotion“ aufgelockert wurde.
Heute findet die Übergabe der Siegerurkunden statt: Große Freude bei den Gewinnern vom Rateteam des Vereins für Städtepartnerschaft. Den zweiten Platz belegte der Turnverein vor der Brunnerschule. Zufrieden dürften aber auch die Vertreter der evangelischen Gemeinde sein, die als Debütant den vierten Rang belegten.



